Ausbildung

Ausbildung

1. Wie werde ich Rettungshundeführer/in?

Um Rettungshundeführer/in zu werden bedarf es einer speziellen  Ausbildung von Hund und Mensch, die ein Team bilden. Die Ausbildung  findet im Rahmen von wöchentlichen Trainingseinheiten in den  Rettungshundezügen statt und dauert in der Regel ca. 1 Jahr bis 2  Jahre.

Vor Beginn der Ausbildung muss der Hund einen Eignungstest erfolgreich absolviert  werden. Bei diesem Eignungstest wird das Wesen des Hundes getestet.

Die Einsatzfähigkeit (= Auftrag zum Suchen einer vermissten oder  verschütteten Person) erlangt das Team durch Absolvierung einer Prüfung  in der Fläche und/oder in den Trümmern. Die Prüfungen finden gemäß der  "Gemeinsamen Prüfungs- und Prüferordnung für Rettungshundeteams gem. DIN  13050" statt.

Als Rettungshundeführer/in beim ASB ist eine Mitgliedschaft im  Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V. bzw. in der ASB-Gliederung, die  den Rettungshundezug unterhält, gefordert.

2. Welche Hunde eignen sich als Rettungshunde?

Grundsätzlich ist jeder mittelgroße/große Hund, unabhängig von seiner Rasse als Rettungshund geeignet. Wichtig: Der Hund muss von seinem Wesen her geeignet, gesund und körperlich leistungsfähig sein. Er muss eine gute Nasenveranlagung haben und auch unter Belastungen arbeiten. Des Weiteren sollte der Hund temperamentvoll und lernfreudig sein sowie über einen ausgeprägten Spieltrieb verfügen. Ein verlässlich entwickeltes Sozialverhalten sowohl innerartlich als  auch gegenüber dem Menschen ist erforderlich. Diese Eigenschaften des Hundes werden im Eignungstest geprüft.

Das Mindestalter für einen Rettungshund bei seiner ersten Prüfung beträgt  sechzehn Monate bzw. der Hund darf nicht älter als sechs Jahre sein. Durch diese Altersvorgaben ist es sinnvoll mit einem jungen Hund in das Training einzusteigen. Durch die lange Ausbildung sollte der angehende Rettungshund idealerweise zwischen einem und vier Jahre alt sein.

Hunde, die eine Prüfung zum Schutzhund absolviert haben oder Hunde mit  Aggressionssteigerung im Sinne der jeweils gültigen Fassung der  Tierschutz-Hundeverordnung des Bundes sind von der Ausbildung und vom  Einsatz als Rettungshund im ASB ausgeschlossen.

3. Grundanforderungen an den/die Hundeführer/in

Der/die Hundeführer/in muss körperlich und geistig für die  Rettungshundearbeit geeignet sein und soziale Kompetenzen wie z.B.  Teamfähigkeit aufweisen. Der Hund muss vom Hundeführer/in art- und  tierschutzgerecht gehalten, ausgebildet und geführt werden.

3.1 Kenntnisse die dem Hundeführer vermittelt werden müssen

Orientierung im Gelände (Karte, Kompass, GPS etc.)Umgang mit FunkgerätEinsatztaktikErste Hilfe MenschErste Hilfe HundKynologisches GrundwissenTrümmerkundeGrundwissen als Helfer im VersteckPersönliche Verantwortung

3.2 Fähigkeiten die dem Hund vermittelt werden müssen

HelferbindungAnzeigeverhalten: Verbellen, Bringseln, RückverweisenRevieren, WegesucheArbeiten auf unsicherem UntergrundGerätearbeitNachtarbeitUnterordnungDetachieren

4. Ab welchem Alter kann ich Rettungshundefüher/in werden?

Das Mindestalter für die Zulassung von Rettungshundeprüfungen beträgt 18  Jahre, selbstverständlich kann aber schon in einem früheren Alter mit  dem Training begonnen werden.

Auch das Absolvieren von Prüfungen ist möglich, jedoch wird dadurch  keine Einsatzfähigkeit erlangt.